You are currently viewing Unser Selbstbild – vom Ideal und Konstruktion

Unser Selbstbild – vom Ideal und Konstruktion

Unser Selbstbild, eine Idealkonstruktion von uns selbst über uns selbst, jedoch beeinflussbar, von außen? Tatsächlich stoßen wir manchmal überrascht an Genzen oder sind / können vielmehr, als wir uns selbst gedacht haben, nicht wahr? Die meiste Zeit jedoch scheint es uns „selbst-verständlich“…

Oder mal ganz simpel: Wir Alle beobachten uns doch täglich im Spiegel. In der Pubertät besetzen wir dafür gelegentlich stundenlang das Badezimmer. Wir gucken jeden Morgen und jeden Abend in unser Gesicht, in unsere Augen… manchmal lächeln wir auch, wie zur Probe.

Ein anderes Mal empfinden wir uns auf Fotos oder in Videoclips als „unmöglich“ aussehend oder wirkend – „DAS soll ich sein?!“ Es ist, als ob die Leute uns einfach nicht richtig filmen oder fotografieren, nicht wahr? Oder auch: DAS soll unsere Stimme auf dem Anrufbeantworter sein? Das sind niemals wir – wer auch immer das ist…

 

Selbstbild und Feedback wird zu Selbstkonzept

Besonderes Kennzeichen eines reflektierten und erwachsenen Menschen ist es ja eigentlich, ein Bild von sich durch (ausgewähltes und verarbeitetes) Feedback „von außen“ abzugleichen und zu einem möglichst differenzierten „Selbstkonzept“ weiterzuentwickeln. Hier also ein Konzept von sich aufgrund von eigenen Wirkungserfahrungen, bzw. deren Interpretation vorzunehmen. Sie merken schon, wie viele Einflüsse hier wirken, nicht wahr? Mit einem positiven oder einem negativen „Mindsetting“ lassen sich hier durchaus unterschiedliche Ergebnisse erzielen.

Vereinfacht also: Selbstbild + Feedback = Selbstkonzept.

Doch wie schwer das mitunter ist, sich in seinem Selbstkonzept immer weiter zu verstehen und zu begreifen – das erlebt jeder Mensch, im Grunde jeden Tag. Auch ist es eine Illusion zu glauben, wenn man so etwas wie eine „Selbstkonzept-Erkenntnisstufe“ erreicht hätte, sei es auf diesem Level dauerhaft gesetzt. Doch es geht auch mal wieder gefühlt abwärts, bei Verunsicherung etwa – sei es beruflicher Natur, oder wenn wir uns verlieben (dazu später mehr).

 

Grundsätzlich in dynamischer Veränderung

Wir werden also situativ und selbstempfunden immer wieder mal erschüttert in unserem Selbstkonzept und unserem Selbstbild. Danach klettern wir wieder aufwärts (manche schneller, andere langsamer), wie in einer typischen Lernkure. Es ist immer der Moment, wo wir uns entwickeln könnten. So etwas passiert auch bei allen möglichen Lernprozessen, wenn unser zuvor empfundener „Kompetenzlevel“ plötzlich „erschüttert“ wird. Manche Menschen lassen sich dadurch verunsichern, andere werden neugierig. Es entsteht immer weiteres Feedback der Umwelten. Es ist ein dynamisches Modell, und es bleibt in Bewegung, selbst wenn wir uns (gefühlt) immer besser kennen. Allein schon der Alterungsprozess verändert und beeiflusst unser Selbstbild unaufhaltsam. Ignorieren wir ihn nicht manchmal gern, weil er gerade nicht in das immer noch aufrecht erhaltene Selbstbild passt (z.B. beim Sport)?

Selbstachtsamkeit und Selbstreflektion bringt uns in einen besseren Kontakt mit uns, auch mit unserem Selbstbild. Offene, auch mutige Selbstbeobachtung. Freundliche, offene Wahrheit in Gesprächen mit Vertrauten und wohlmeinenden Freunden.

Wie beobachten Sie nun die Entwicklung Ihres Selbstbildes?

  • Was braucht es, um Sie darin zu verunsichern?
  • Was brauchen Sie dann (eigentlich, insgeheim oder offensichtlich), um wieder in einen guten Kontakt mit sich zu kommen?

 

Und was passiert, wenn unser Selbstkonzept auf „Erwartungen“ und „Anspüche“ trifft? Hierzu demnächst mehr.

Möchten Sie zu diesem Thema mit mir sprechen? Denken sie, dies wäre ein spannendes (Weiter)Entwicklungsthema? Dann können Sie hier ganz einfach und unkompliziert um einen Termin bitten.

 

(Original veröffentlicht am 05.03.2014)

Selbstbild – Wiktionary

NounEdit. Selbstbild n (strong, genitive Selbstbildes or Selbstbilds, plural Selbstbilder). (psychology) self-image. DeclensionEdit.